Die Anderen sprechen leise
Eigentlich ist Ihre Hörfähigkeit normal; es war immer so. Es ist nur ärgerlich, dass die Anderen angefangen haben leiser zu sprechen.
Es braucht eine Zeit, oft Jahre, bis man feststellt, dass die eigene Hörfähigkeit abgenommen hat. Am Anfang ist die Schwerhörigkeit so gering, das es niemandem auffällt - besonders einem selbst nicht.
· Sie nicken – obwohl Sie nicht verstanden haben was gesagt wurde
· Sie finden, dass andere leise sprechen
· Sie bitten andere oft das zu wiederholen was gerade gesagt wurde
· Sie drehen Radio und Fernsehen lauter
· Sie haben Schwierigkeiten jemanden am Telefon zu verstehen
Wenn Sie einen dieser Punkte bei sich feststellen, ist es an der Zeit, sich einem Gehörtest zu unterziehen.
Es kann sein, dass wir Frauen- und Männerstimmen unterschiedlich wahrnehmen. Der Grund dafür ist, dass einige zuerst einen Hörverlust in den hohen Frequenzen erleiden, so das Stimmen von Männern besser wahrgenommen werden wie die von Frauen. Umgekehrt kann es sein, dass man einen Verlust in den tiefen Frequenzen erleidet, so das man Männerstimmen nicht so gut wahrnimmt, wie die von Frauen. Das ist einer der Gründe warum sich der Hörverlust nur langsam bemerkbar macht – einige können wir gut verstehen, und andere sprechen sehr unklar.
Unser Ohr ist ein sensibler und gut entwickelter Mechanismus. Die Knochen in unserem Ohr, Hammer, Amboss, und Steigbügel, sind die kleinsten in unserem Körper. Tausende von kleinen Sinneshaaren in unserem Innenohr sind dafür verantwortlich, welche Frequenzen wir wahrnehmen können.
Wir orientieren uns mit unseren Ohren- wir können feststellen woher Geräusche kommen, und wo wir uns befinden. Wenn wir nicht einen so gut entwickelten Gehörsinn hätten, wären wir auch nicht in der Lage eine Sprache zu entwickeln.
Schwerhörigkeit hat oft Ermüdung, Stress, oder Schlafstörungen zur Folge. Da die Hörfähigkeit für die Kommunikation und das Zusammensein mit anderen Menschen sehr wichtig ist, ist es notwendig die Schwerhörigkeit ernst zu nehmen – und etwas dagegen zu unternehmen.
-----------------------------------------------------------------
Schwerhörigkeit im Alter
Schwerhörigkeit im Alter kommt sehr häufig vor, und zeigt sich auf zwei Arten. Als erstes nimmt man alle Geräusche leiser wahr. Zweitens ist es schwierig ähnlich klingende Wörter zu unterscheiden. Dieses Problem beginnt durch die Abnutzungserscheinungen der Sinneshaare im Innenohr. Wenn Sie in einer lauten Umgebung gelebt oder gearbeitet haben, ist die Schwerhörigkeit oft ein Mix aus Alter und Lautstärke.
Schwerhörige Menschen neigen dazu sich zu isolieren, denn sie fühlen sich nicht mehr so zur Gruppe zugehörig. Es ist sehr ermüdend den Gesprächen zu folgen – und so ist es einfacher zu Hause zu bleiben.
Gegen die Schwerhörigkeit an sich kann man nichts machen – aber mit einem Hörapparat kann man die Hörfähigkeit zurückerlangen. Das Problem der Wortunterscheidung wird bis zu einem gewissen Grade verschwinden, und immer braucht es Zeit sich an einen Hörapparat zu gewöhnen.
Rufen Sie uns unter der 951 260 702 an, und machen Sie einen Hörtest, oder lassen Sie Ihren Hörapparat neu einstellen – völlig kostenlos.
-----------------------------------------------------------------
„Bald kann ich wieder alles hören!“
Ein Artikel über den Ablauf eines Hörtests und was ein digitales Hörgerät dir bieten kann.
Von Hanne Rosenkilde, cand. Pharm. und Akustiker
Hörtest
Ein Hörtest umfasst eine Untersuchung des Ohres und des Gehörs (Audiometrie) und besteht in der Regel aus mehreren verschiedenen Tests.
Anamnese
Anamnese ist ein Gespräch mit dem Akustiker, das die Vorgeschichte unter die Lupe nimmt. Das beinhaltet Fragen nach der eigenen Beurteilung des Gehörs, physische Beschwerden oder andere Symptome die vorliegen und die Grund für die Untersuchung geben.
Otoskopi
Mit einem Otoskop kann man optisch den Gehörgang, das Trommelfell und zum Teil das Mittelohr untersuchen. Es lässt sich feststellen ob das Trommelfell perforiert ist, ob sich Flüssigkeit im Mittelohr gesammelt hat oder sogar eine Mittelohrentzündung vorliegt.
Tonaudiometrie
Dieser Test besteht aus zwei Schritten, Luftleitung und Knochenleitung, und wird in einem Schallisolierten Raum durchgeführt. Bei diesem so genannten „normalen“ Hörtest werden verschiedene Töne in verschiedenen Frequenzen und verschieden Lautstärken über einen Kopfhörer zu den Ohren gesendet (Luftleitung). Bei jedem Ton gibt man mit einem `Ja` oder einem Handzeichen zu erkennen ob man diesen gehört hat.
Das Ergebnis wird auf einem Audiogram festgehalten, das den aktuellen Zustand des Gehörs darstellt. Das bedeutet dass man im Audiogram ablesen kann wie viel und in welchen Frequenzen das Gehör verschlechtert ist.
Danach wird der Test auf die gleiche Weise mit der Knochenleitung durchgeführt. Die Knochenleitung wird auf dem Knochen hinter dem Ohr gemessen. Die Töne werden bei dieser Messung durch Vibrationen durch den Schädel weitergeleitet
Bei dem Vergleich dieser beiden Messungen, kann man feststellen ob die Schwerhörigkeit eine Schallschwerhörigkeit oder eine Innenohrschwerhörigkeit ist.
Sprachaudiometrie
Um die Fähigkeit des Sprachverstehens zu testen, spielt man ein Band mit speziell ausgewählten einzeln stehenden Wörtern ab. Jedes Wort soll nachgesprochen werden. Eine Person mit normalem Gehör würde alle Worte richtig wiederholen können, während eine schwerhörige Person mit Schwierigkeiten zu rechnen hat. Wörter wir z.B. `Maus` können schnell als `Haus` falsch verstanden werden. Diesen Test kann man auch mit Lärm im Hintergrund durchführen um das Sprachverstehen im Lärm zu testen.
-----------------------------------------------------------------
„Teufels Orchester - wann hört es auf?“
Irritierende Geräusche im Ohr- können die Lebensqualität deutlich verringern
Von Hanne Rosenkilde, cand. Pharm. und Akustiker
Nicht ohne Grund nennt man Tinnitus oft auch „Des Teufels Orchester“. Tinnitus findet man in vielen verschiedenen Arten. Als „Pfeifen im Ohr“ das alle Menschen ab und zu erleben bis zu einem starken Pfeifen, Rauschen, Trommeln das kommt und geht, aber leider bei immer mehr Personen zu einer andauernden Plage wird- 24 Stunden am Tag. Der erschwert sowohl Konzentrationen sowie unseren Schlaf. Viele dieser Personen leiden gleichzeitig unter einer Schwerhörigkeit.
Fast jeder zweite Deutsche hat die eine oder andere Art von Tinnitus am eigenen Körper erlebt. Jeder zehnte Deutsche hat einen Tinnitus konstant, und hier von erleben ca. 10% Ihren Tinnitus so kraftig, das er einen negativen Einfluss auf ihre Lebensqualität hat.
Tinnitus tritt häufig auf-
- In Verbindung mit viel Ohrenschmalz oder anderen Fremdkörpern im Ohr
- Loch im Trommelfell
- Leiden im Mittelohr wie z.B. eine Mittelohrentzündung oder eine Versteifung der Mittelohrknochen
- Leiden im inneren Ohr, wie z.B. Lärmschaden oder altersbedingte Schwerhörigkeit
- Leiden im Gehirn, wie z.B. Verkalkung von Arterien.
In vielen Fällen ist die Ursache nicht klar festzustellen. Tinnitus kann an jeder beliebigen Stelle zwischen dem Hörnerv und unserem Gehirn befinden und ist darum nicht zu lokalisieren. Eine operative Behandlung ist daher auch nicht möglich. Selbst das abtrennen des Hörnervens würde keine Abhilfe schaffen.
Personen die unter Tinnitus leiden erleben oft auch eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Lärm oder generell lauten Tönen. Hier kann die Anwendung von Gehörschutz in verschiedenen Formen empfohlen werden.
Das erste Jahr mit dem ungewohnten Geräusch im Ohr ist das schwierigste. Nach und nach gewöhnen sich viele daran und lernen damit umzugehen und zu leben. Mit der Zeit lernt man mit bestimmten Taktiken seinen Tinnitus zu meistern, und desto mindre man auf seinen Tinnitus fokussiert ist, desto besser kann man damit leben.
Kann man Tinnitus behandeln?
Eine Hörgeräteanpassung bei gleichzeitiger Schwerhörigkeit hilft oft den Tinnitus zu lindern. Manche haben Erfolg mit einem so genannten „Tinnitusmasker“ der mit einem weniger schlimmen Geräusch den Tinnitus überspielt. Wie zum Beispiel ein schwaches Rauschen. Im Falle von Einschlafproblemen kann man mit einem CD-Player oder ähnlichem Musik oder Naturlaut dazu benutzen vom Tinnitus abgelenkt zu werden. Bei einem sehr starken Tinnitus kann es von Vorteil sein beruhigende Medizin zu bekommen.
Es geschieht in manchen Fällen auch das ein Tinnitus von ganz alleine wieder verschwindet.
Im Großen und Ganzen empfiehlt man komplette Stille zu umgehen da dies zu einer Isolation des Tinnitus führen kann die diesen dann deutlicher werden lässt.
Was kann man selber tun?
Man kann versuchen seinen Tinnitus zu unterdrücken- evt. Mit Beistand eines Psychologen.
Geräusche im Hintergrund können behilflich sein, wie z.B. gedämpfte Musik beim Einschlafen.
Gebrauch von Gehörschutz wenn man Lärm ausgesetzt ist. Dies gilt auch wenn man zu lauter Musik ausgesetzt ist. (Viele professionelle Musiker haben Tinnitus durch ihren Job)
Fakts:
| |
Ca. 30% von denen, mit einer Schwerhörigkeit, leiden auch unter tinnitus!
Ca. 20% haben Tinnitus ohne Schwerhörigkeit!
Ca. 40% von denen, die an Tinnitus leiden, haben eine erhöhte Empfindlichkeit beim Hören (die hören besser)!
|
___________________________________________________________________________________
„Unsere Ohren schlafen nie“
Ein Artikel übers Hören
Von Hanne Rosenkilde, cand. Pharm. und Akustiker
Unsere Ohren sind empfindliche und ausgefeilte Systeme. Die drei Knochen, Hammer, Amboss und Steigbügel, sind die drei kleinsten Knochen in unserem Skelett. Tausende von kleinen Haaren im inneren Ohr sind entscheidend für, welche Frequenzen wir empfangen können. Probleme mit der Flüssigkeit in der Schnecke können zu Balanceproblemen führen.
Wir orientieren uns mit den Ohren – wir können dadurch bestimmen, wo Geräusche herkommen, und wo wir uns befinden. Wenn wir nicht unseren sehr entwickelten Gehörssinn hätten, hätten wir nicht unsere Sprache entwickeln können.
Schwierigkeiten mit dem hören verlangen oft mehr Energie und können dazu führen das man schneller müde, gestresst oder sogar Schlafbeschwerden bekommt. Da unser Gehör eine große Bedeutung für unsere Kommunikation und unsere gesellschaftliches Leben hat, ist es wichtig ein Hörproblem ernst zu nehmen und etwas dagegen zu tun.
Das meist auftretende Hörproblem ist die so genannte Altersschwerhörigkeit. Aber ein Hörproblem kann auch Otosklerose, Lärm, erbliche Faktoren, Mittelohrentzündung, Ohrenschmalz und verschieden Arten von Medizin als Ursache haben.
Altersschwerhörigkeit
Diese Art ist ein Phänomen, das häufig eintritt, wenn man in die Jahre kommt.
Die Schwerhörigkeit zeigt sich auf zwei verschiedene Arten:
- Zum einen nimmt man alle Geräusche schwächer wahr.
- Zum anderen hat man sehr oft schwer mit der Differenzierung von Silben.
Ursache für ein schlechteres Sprachverstehen ist das Abnutzen der inneren Haarzellen. Nicht nur das alle Laute schwächer sind, wird unser Hören für die meisten auch verzerrt.
Wenn man sein ganzes Leben mit Maschinen oder anderen Lärmquellen verbracht hat, ist die Schwerhörigkeit sehr oft eine Kombination von Lärmschaden und Altersschwerhörigkeit.
Ältere Menschen mit einem Hörschaden riskieren sich zu isolieren, weil sie Probleme haben alles zu hören wenn sie mit ihrer Familie zusammen sind oder sich generell in einer Gesellschaft befinden. Dies fordert sehr viel Konzentration und kann sehr ermüdend wirken, so dass es einfacher ist einfach zu Hause zu bleiben.
An der Schwerhörigkeit selbst ist nichts zu ändern- aber mit einem Hörgerät kann man einen großen Teil des Gehörs zurück gewinnen. Das Problem der Sprachdifferenzierung verschwindet aber nicht immer, und unter allen Umständen dauert es seine Zeit sich an den Gebrauch von Hörgeräten zu gewöhnen.
Hör- oder Lärmschaden
Ein Hör- oder Lärmschaden ist im Grunde nichts anderes als eine Schwerhörigkeit.
Lärmschäden haben meist nur einen Einfluss auf bestimmte Gebiete unseres Gehörs. Typisch im Diskantbereich - die hohen Töne. Aber selbst wenn nur ein kleiner Teil des Gehörs betroffen ist, kann dieser Teil große Auswirkungen auf unser Sprachverstehen haben.
Tinnitus
Tinnitus(Lärm, Pfeifen oder brummen im Ohr) ist heutzutage ein ausgebreitetes Phänomen. Ein Pfeifton im Ohr bedeutet nicht notwendigerweise auch schlechtes Hören, aber andererseits ist Tinnitus sehr oft ein Zeichen einer Beschädigung der inneren Haarzellen und damit auch ein Zeichen eines Hörschadens in bestimmten Frequenzbereichen.
Aber ganz egal ob man von einem Tinnitus, einer Schwerhörigkeit oder mangelndem Sprachverstehen spricht so ist das Problem da man nicht hören kann allgegenwärtig- entweder die ganze Zeit oder nur i speziellen Situationen.
|